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Mit Lisa Sieburger auf Kreta

  "Kreta als Insel kannte ich vorher nicht und sie hat mich schwer begeistert" Vom 13. - 20.04.2018 war die erfahrene Triathletin Lisa Sieburger zusammen mit 9 weiteren Radsportlern und Triathleten Teil der PTT-Teamreise nach Kreta. In dieser Woche haben die Teilnehmer das Hotel und die Trainingsbedingungen auf der Insel ausgiebig für Euch getestet. Preview: ab April 2019 werden Triathloncamps mit PTT auf Kreta stattfinden! Große Hotelanlagen sind normalerweise nicht mein Traum, aber das Lyttos Beach auf  Kreta habe ich als sehr angenehm empfunden. Eine positive Überraschung für mich war das Essen: Die Auswahl war hervorragend, besonders überzeugend war für mich das täglich wechselnde Salatbuffet mittags und am Abend. Sehr positiv habe ich auch bewertet, dass es völlig unproblematisch war, sich nach Lust und Laune auch gut vegetarisch oder vegan ernähren zu können. Obwohl ich schon einige Trainingslager in verschiedenen Sporthotels gemacht habe, habe ich noch nie ein Trainingslager mit all-inclusive-Verpflegung gemacht. Das war für mich eine neue Erfahrung und hat vermutlich auch mit dazu beigetragen, dass die Gruppe, mit der wir unterwegs waren so schnell eng zusammen gewachsen ist, weil die gemeinsamen Essenstermine immer eine wunderbare Möglichkeit waren, sich zu unterhalten und auszutauschen. Durch die Anlage des Restaurants in verschiedenen Räumen war die Atmosphäre dabei entspannt und relativ ruhig für die Anzahl Gäste, die da waren. Das Publikum im Hotel hat ebenfalls zu der entspannten Atmosphäre beigetragen: Viele sportliche Rentner, die die Tage mehrheitlich auf einem der unzähligen Tennisplätze verbracht haben und einige junge Familien mit kleinen Kindern im Sonnenurlaub als Gesellschaft waren sehr angenehm. Im Vergleich zu den unter Triathleten wohlbekannten Spots auf Mallorca, Fuerteventura und Lanzarote haben wir im Lyttos Beach lediglich einen anderen Triathleten getroffen. Entsprechend entspannt ist die Situation auf den Schwimmbahnen am gut geheizten Pool: Es war jederzeit eine 50 m Bahn - abgetrennt mit ordentlichen Wellenbrecher-Leinen - frei, um seine Runden zu drehen. Einziger Nachteil hier war die Bahnbreite, die nicht ganz dem Standard entspricht – mit dem geplanten neuen Pool sollte sich das aber im nächsten Jahr erledigt haben. Die Anlage des Hotels war wunderbar in Ordnung, genauso zufrieden war ich mit dem Zimmer und dem Personal. Ich habe mich im Lyttos Beach rundum wohlgefühlt. Ein Highlight der Lage des Hotels ist natürlich das Meer, das je nach Wetterlage mit kleinen Wellen oder ganz still und angenehmen 20 Grad Wassertemperatur zum Schwimmen eingeladen hat. Alternativ konnte man auf einer kleinen Straße auch am Meer laufen, was durch die dort hin und wieder fahrenden Autos leider nicht ganz so schön war. Für Triathleten, die große Laufumfänge realisieren wollen, gibt es daher sicherlich schönere Spots. Wenn man allerdings nur einige kurze Läufe machen möchte, ist die Situation der Laufstrecken in meinen Augen völlig ausreichend. Auch für Intervalle ist die flache Strecke am Meer durchaus gut geeignet. Kreta als Insel kannte ich vorher nicht und sie hat mich schwer begeistert. Landschaftlich unglaublich abwechslungsreich und wunderschön – da kann Kreta dem immer wieder traumhaften Frühjahr auf Mallorca durchaus etwas entgegen setzen. Auch vom Straßenbelag hat mich Kreta positiv überrascht. Einziges, allerdings leider nicht unwesentliches Manko, war das Höhenprofil der Radstrecken. Die vielen Höhenmeter auf den schönen Touren ins Hinterland und die fehlenden Möglichkeiten mal nur im Flachen zu fahren, führen dazu, dass ich Kreta eigentlich nicht guten Gewissens für unerfahrene oder unfitte Triathleten empfehlen kann. Es gehört schon eine gute Fitness dazu, in dem Gelände ruhige Ausfahrten machen zu können. Nichtsdestotrotz wird man dann gut belohnt, mit traumhaften Ausblicken in die Landschaft und über das Meer, wie es eben nur von oben möglich ist. Überall im Hinterland war sehr wenig Verkehr, was das Fahren zusätzlich sehr angenehm gemacht hat. Und mit dem passenden Rad und einer guten Übersetzung muss man sich eigentlich lediglich von den Gedanken um Tageskilometer und Durchschnittsgeschwindigkeiten verabschieden, um ein sehr effektives Radtrainingslager auf Kreta gestalten zu können. Ob Glück oder normal für Kreta im April kann ich nicht beurteilen, aber wir wurden in unserer Woche mit sehr guten Wetter verwöhnt, ein Luxus, den man auf Mallorca nicht jedes Jahr genießt. Ich habe die Abwechslung sehr genossen und hatte eine wunderschöne Zeit auf Kreta mit Pro.TrainingTours! Eure Lisa Sieburger
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